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Der “Bürgerpauschalpool”

Gesundheitspolitik auf Irrwegen

Das Thema "Krankenversicherung" bereitet vielen Bürgern zur Zeit Kopfzerbrechen.

Leider ist aus den Reihen der Politik und den Medien bis heute sehr viel Unruhe verbreitet worden.

Bisher sind keine stichhaltigen Inhalte zur Diskussion bekannt- gegeben worden, welche breite Zustimmung fanden.

Wenn Sie freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Kranken- versicherung sind, stehen Sie vielleicht gerade vor der Frage, ob Sie dem Solidarkonzept weiter treu bleiben oder sich privat versichern sollen.

Zögern wäre hier eine ver- ständliche Reaktion, denn aus den unterschiedlichen politischen Lagern erfährt der Aussen- stehende nichts Greifbares. Allem Anschein nach, ist es unseren Politikern wichtiger, sich selbst in Szene zu setzen, als die Bürger mit stichhaltigen Informationen zu versorgen. Wir bitten Sie, sich dieser politisch gemachten Verunsicherung nicht hinzugeben !
Nachdem zuerst die "Bürger- versicherung" und die "Kopf- pauschale" heiß diskutiert wurden, ist nun der "Gesundheitsfonds" das Thema der Stunde.

“Politik ist die Kunst, die Menge zu leiten: nicht wohin sie gehen will, sondern wohin sie gehen soll”
Joubert

Da seitens der Parteien und der Medien manipuliert und gesteuert wird, was das Zeug hält, hier unsere nüchterne Betrachtung:

Das grösste Manko der GKV ist nach wie vor die Umlagefinan- zierung. Diese lebt davon, dass Geburten und Abgänge sich die Waage halten, da die Einnahmen sofort den Ausgaben zugeführt werden. Es findet keine Kapital- rückstellung statt. Das als "Demographieproblem" bekannte Phänomen ist einfach erklärt: Immer weniger junge Menschen müssen immer mehr ältere Personen finanzieren, da die Geburten seit 1972 zurückgehen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Menschen nun älter werden als vorher. Im Jahr 2040 sind 2/3 aller Personen über 60 Jahre alt. Die Grundlage der Umlagefinan- zierung ist somit so gut wie entzogen. Dies ist auch nicht mehr rückgängig zu machen, denn es würde schon einer Zeitmaschine bedürfen, um nachträglich die Jahre ab 1972 mit Geburten zu füllen. Die Einwanderung löst dieses Problem nicht annähernd.

“Seit 1972 verzeichnet Deutschland einen Sterbeüberberschuß”

Der diskutierte "Gesundheits- fonds" tangiert dieses Haupt- problem noch nicht einmal. Er regelt lediglich den Modus der Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen.
 

Der Gesundheitsfonds löst in keinster Weise das Problem der Überalterung. Wir stellen uns ernsthaft die Frage, warum man Nebenschauplätze in den Vordergrund rückt, jedoch das offensichtliche Hauptproblem nicht lösen möchte.

”Das Hauptproblem wird nicht gelöst, sondern nur kaschiert.”

Die Mannschaft um Ulla Schmidt kämpft dafür, dass die PKV mit in diesen Fonds einzahlen soll. Eine Einbeziehung der PKV in diesen Fonds kann als gesetzeswidrig betrachtet werden, sollte die PKV auch nicht aus diesem Fonds auch adäquate Zahlungen empfangen. In diesem Fall wird der PKV-Verband eine Klage einreichen.

Artikel (Handelsblatt)

Der
Koalititionsvertrag beinhaltet (Seite 103) in deutlichen Worten "einen fairen Wettbewerb zwischen privater und gesetz- licher Krankenversicherung". Dies kann man nicht einfach weg- wischen. “Fair”  beinhaltet, daß man beide Systeme am Leben lässt.

Eine Tatsache, die vielen Interessenten nicht bewußt ist: Die PKV hat das Demographie-
problem längst gelöst. Ferner ist sie auch nicht, wie von Gegnern oft propagiert, auf Neuzugänge angewiesen, denn die Tarife sind mathematisch so kalkuliert, dass sie auch ohne Neukunden funktionieren. Sie ist nur darauf angewiesen, dass das System zusammenbleibt. Hiervon ist auszugehen, denn ein Zwang, für privat versicherte Personen, in das gesetzliche System zurückkehren zu müssen, ist verfassungswidrig (§14 Abs 1 GG) und wird ebenso zur Klage in Karlsruhe führen.

Sollte ein gesetzlicher Systemwechsel tatsächlich eintreten, wird es voraussichtlich zu einer Versicherungspflicht mit dem Recht auf Befreiung kommen, wie schon in der Vergangenheit praktiziert. Durch diese Wahlrecht wird eine Systemreformierung gesetzeskonform umgesetzt.
Das bedeutet, dass die heute privat Versicherten ein Wahlrecht ausüben können, ob sie in das “neue” gesetzliche System zurückkehren- oder privat versichert bleiben möchten.

In diesem Fall werden zumeist nur die privat versicherten Familien zurück in die GKV wechseln und diese mit beitragsfrei versicherten Ehegatten und Kindern belasten.

Zur Zeit wird wieder diskutiert, die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenver- sicherung drastisch anzuheben. Es ist also für die Besser- verdienenden keineswegs davon auszugehen, dass sie in der GKV in Zukunft günstiger wegkommen.

Fazit: Die drohende Reform- eskalation ist eigentlich eher ein triftiger Grund, so schnell als möglich noch in die PKV zu wechseln, denn nur PKV- Versicherte erhalten Leistungs- sicherheit und demographie- sichere Beiträge für das Alter.
.

Leistungssicher deshalb, weil die hohen Leistungen privatrechtlich vertraglich zugesagt werden. Sie sind einklagbar und durch keine politische Reform antastbar.
Demographiesicher deshalb, weil die PKV in jüngeren Jahren eine Kapitaldecke anspart, um die hohen Kosten im Alter abzu- fangen.

Beides hat die gesetzliche KV leider nicht zur Verfügung.      Hier ist sowohl die Beitrags- bemessungsgrundlage, sowie das Leistungsspektrum stetig in Veränderung.

Da im Jahre 2040 2/3 aller Personen über 60 sein werden, brauchen wir nun nicht viel Fantasie, um zu beurteilen, in welche Richtung dieses System sich verändern wird. Und spätestens im Alter reden wir nicht mehr über die Beiträge als Hauptaspekt, sondern wir beschäftigen uns immer mehr mit dem Gegenwert: Der medi- zinischen Versorgung. Klarer Punkt für die PKV.

”Gesetzliche KV erhebt Beiträge auf alle Einkünfte der Rentner !”

Noch ein wichtiger Aspekt:
Ab Alter 55 kann man als PKV-Kunde in den "Standardtarif für Renter" wechseln. Dieser deckt das gesetzliche Leistungsspektrum ab, ist jedoch gedeckelt auf den gesetzlichen Höchstbeitrag. Allerdings nimmt der PKV-Rentner noch seine Kapitalrückstellung mit in den Standardtarif mit, welche seinen Zahlbeitrag exorbitant reduzieren kann. Bei einer seriösen PKV zahlt ein heutiger Rentner im Standardtarif gerade noch 120-150 Euro. Aufgrund der gänzlich anderen Kalkulations- grundlage, gestaltet sich diese Prämie ungeachtet all seiner Einkünfte, auf die er in der GKV jeweils immer Beiträge entrichten müsste (Direktversicherung, Betriebsrente, Mieteinnahmen, Zinseinkünfte etc.).

Selbst im Schlimmsten Fall endet der heute PKV-Versicherte ergo da, wo er auch ohne PKV wäre => Bei gesetzlichen Leistungen im Alter, (nur viel günstiger, da kapitalgedeckt und nicht einkommensabhängig.)

Ein Grundsatz wird sich in einem solidarisch finanzierten System nie ändern: Die Leistungsträger der Gesellschaft zahlen über Gebühr in den Topf ein, während Leistungsunwillige über Gebühr abschöpfen. Diese Aussage mag polemisch klingen, tatsächlich trifft sie jedoch den Kern der Sache.

Als freiwilliges Mitglied in der GKV haben Sie (noch) die Chance, dem Solidarkonzept zu entkommen und mit der PKV in ein demographiesicheres und leistungssicheres Konzept zu wechseln. Diese Möglichkeit wird vielleicht nicht mehr lange existieren, denn es wäre unserer Gesundheitsministerin und Ihrer Mannschaft ein Genuss, das einzige Krankenversicherungs- system, welches die Probleme der Zeit eigentlich schon gelöst hat, abzuschaffen, zumindest aus der Sicht von Neukunden.